Auf ein Wort

Partnerschaft & Sexualität in den Wechseljahren

 

Selbst, wenn Sie und Ihr Partner bisher nicht viel über ihre sexuelle Beziehung gesprochen haben, wird es zunehmend wichtiger, offen und ohne Vorbehalte über sexuelle Veränderungen zu sprechen. Sie sollten auch Ihren Partner wissen lassen, was in Ihnen vorgeht und welche Veränderungen Sie als Frau in den Wechseljahren erleben. Das ist ein erster Schritt, um dann gemeinsam über Veränderungen zu sprechen.

Die Gesamtheit der Sexualität – die Sexualfunktion – ist ein komplexes, vielschichtiges Phänomen, das nicht nur die Gesundheit und ein ausgewogenes Zusammenspiel von Eierstöcken und Hormonen umfasst, sondern auch das Herz-Kreislauf-System, das Gehirn, das Rückenmark und die peripheren Nerven. Darüber hinaus sind all diese Einzelfaktoren von psychologischen, soziokulturellen, zwischenmenschlichen und biologischen Gegebenheiten beeinflusst.

Die Zufriedenheit der Frau in einer Beziehung, ihre Einstellung zu ihrem Körper und zu ihrer Sexualität, ihrem Alter sowie ihr kultureller Hintergrund haben einen weitaus größeren Einfluss auf die Sexualität, als die Menopause ansich. Psychische Symptome wie Depression, Interessenlosigkeit, Stress und Erschöpfung können zu einer verminderten Libido führen.

Wenn es allgemein um die Libido geht, werden zwei wichtige Dinge unterschätzt: die Beziehung einer Frau zu ihrem sexuellen Partner und ihre emotionale Einstellung zum Leben insgesamt. Beide Faktoren haben einen großen Einfluss auf den Hormonspiegel. Eine Frau, die ihr Leben voller Lust, Gesundheit und Lebenskraft lebt, kann weiterhin eine starke Libido haben. Gleichgültig, was ihre Hormone tun.

Behandlung von sexuellen und partnerschaftlichen Problemen in den Wechseljahren

Die Veränderung des Sexuallebens umfasst alle Veränderungen, die in den mittleren Jahren Ihr Leben beeinflussen können. Scheidentrockenheit, aufgrund der sich veränderten Hormonlage, sowie heftige Hitzewallungen können auf körperlicher Ebene eine lustvolle Sexualität erschweren. Neben Östriolpräparaten gibt es mehrere Möglichkeiten, dies zu lindern.

Zusätzlich zur Homöopathie und der Phytotherapie kommen Präparate wie z.B. Pueraria mirifica zum Tragen. Regelmäßig durchgeführte Kegelübungen stärken die Scheidenmuskulatur und beugen einer Harninkontinenz vor.

Begleitend zu den zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten gilt es im ausführlichen Gespräch neue Ansätze zu finden, um ein erfülltes Leben in der zweiten Hälfte zu führen.

 
Paar spricht am Tisch über Sexualität in den Wechseljahren.