Haarausfall

verfasst von Ulrike Völker

Rapunzel, Rapunzel lass dein Haar herunter!
— Brüder Grimm

Rapunzel hatte lange, prächtige Haare – fein, wie gesponnenes Gold. Wenn sie nun die Stimme der Zauberin hörte, so band sie ihre Zöpfe los, wickelte sie oben um einen Fensterhaken, und dann fielen die Haare zwölf Meter tief herunter und die Zauberin stieg daran hinauf.

Was tun, wenn die Haare dünner werden oder ausfallen?

Haarausfall ist ein Problem, welches das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl untergräbt. Und oft hindert es die Betroffenen daran, das Leben unbeschwert zu genießen. Sollten Sie betroffen sein, so lassen Sie zunächst von Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin untersuchen, ob es einen systemischen Grund für den Haarausfall gibt. Eine Diagnose des Typs von Haarausfall, an dem Sie leiden, hilft zu klären, welche Behandlungsmethode am ehesten funktionieren wird. Lassen Sie auch prüfen, ob Ihre Hormonkonzentration im Normbereich liegt.

Welche Arten von Haarausfall gibt es?

  • Effluvium – gesteigerter Haarausfall

  • Alopezie – sichtbarer Haarverlust; „ Haarlosigkeit“

  • Alopezia diffuse, diff. Effluvium – diffuser Haarausfall

  • Alopezia areal – kreisrunder Haarausfall

  • Alopezia androgenetica – erblich / hormoneller Haarausfall

  • Alopezia medikamentöse – durch Medikamente

  • Alopezia parvimaculata – durch Infektionen

  • Alopezia totales – den ganzen Kopf betreffend

  • Alopezia (areata) universales – den ganzen Körper betreffend

Was sind die Ursachen von Haarausfall?

  • Hormonstörungen

  • Dysbalancen im äußerst komplexen Zellsignalweg

  • Mangel an Mikronährstoffen und Aminosäuren

  • Stress

  • Durchblutungsstörung

  • Rauchen

  • Übergewicht, Fehlernährung

  • Alter

  • Folgen von Long Covid

  • Medikamente (Antidepressiva, Antibiotika, Chemotherapeutika, Betablocker, Zytostatika, Schilddrüsenmedikamente, Blutverdünner, H2-Blocker, Anabolika, Gichtmedikamente, Antimycotika)

  • Umweltbelastungen (Schwermetalle, Toxine)

  • Infektionen mit Katzenpilz (Mikrosporie)

  • Autoimmunreaktionen (werden bei der Alopezia areata diskutiert)

  • Übersäuerung: verschlechtern die Mikrozirkulation und führt zu Mineralienmangel

Genetik

Genetische Gründe betreffen hauptsächlich Männer zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr. Dies zeigt sich durch die Entstehung von Geheimratsecken, Glatzenbildung und Mittelscheitelausdünnung. Bei entsprechender Veranlagung besteht ein Zusammenhang zwischen einem niedrigen HDL-Spiegel, Haarausfall und dem metabolischen Syndrom.

Erblich bedingt können die Haarwurzeln empfindlich auf Androgene reagieren und es kommt zu einer Reduzierung der Haarwachstumsphase.

Hormone

  • Hormonschwankungen durch Einnahme und Absetzten der Pille, nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren

  • Schilddrüse: bei Über- und Unterfunktion

Stress

Die Haare können ein Spiegel unseres Gemütszustandes sein, sie reagieren sehr empfindlich auf Stress und haben dann evtl. eine kürzere Lebensdauer – sie altern sozusagen vorzeitig. Durch Stress kommt es zu einer verminderten Durchblutung und Übersäuerung. Gleichzeitig entsteht ein erhöhter Mineral- und Vitaminbedarf.

Was können Sie selbst tun?

Pflege

Fördern Sie die Durchblutung des Kopfes durch eine Massage der Kopfhaut. Verwenden Sie silkionfreie Shampoos auf natürlicher Basis, pflanzliche Haarseife und Tinkturen sowie natürliche Pflegemittel wie Klettenöl, Kokosöl, Rizinusöl.

Bürsten Sie Ihr Haar nicht, wenn es nass ist.

Chlor schädigt das Haar, reinigen Sie es gründlich nach Kontakt mit Chlorwasser mit reinem Wasser.

Vermeiden Sie Belastungen wie färben, zu heißes Föhnen und trockenreiben.

Vitalpilze

Die Vitalpilze Reishi, Cordyceps, Polyporus und Auricularia unterstützen die Durchblutung, entgiften die Leber, die Niere und den Darm und sie wirken ausgleichend auf das hormonelle System und das vegetative Nervensystem. Verwenden Sie ausschließlich Vitalpilze aus geprüfter Herstellung und lassen sie sich dazu individuell beraten.

Komplexmittel

Unterstützen Sie mit bewährten Komplexmitteln wie “CRI-regen spag. Peka”

Homöopathie

Lassen Sie sich individuell beraten und durch eine ausführliche Anamnese sowie eine weiterführende Behandlung unterstützen!

Schüssler Salze

Bei einem allgemeinen Haarausfall oder dünner werdendem Haar haben sich folgende Schüssler Salze bewährt:

  • Kalium phosphoricum D6

  • Silicat D12

  • Ferrum phosphoricum D12 in Verbindung mit einem Vitamin-B-Komplex

Was können sie noch tun?

  • MSM

  • Bockshornkleesamen (roh kauen oder kochen)

  • OPC und Vitamin C (gepufferte Variante)

  • Brennnesselsamen und Brennnesselwurzel

  • Kürbiskerne und Kürbisöl

  • Curcumin

 

Sie möchten gern persönlich beraten werden?

Ich freue mich auf ihren Anruf!

 
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